STAGES OF CRISIS – WORLD PREMIERE

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by Constanza Macras | DorkyPark

@  HAU Hebbel am Ufer (livestream)

14.05.2021, 20:00 CET in livestream
15.05.2021, 20:00 CET in livestream
16.05.2021, 20:00 CET in livestream
22.05.2021, 20:00 CET (recorded stream)
23.05.2021, 20:00 CET (recorded stream)

> Tickets available on HAU’s website

STAGES OF CRISIS was to be a stage version of the materials developed for the show FOREST: THE NATURE OF CRISIS, created in 2013 by Constanza Macras. The piece was to carry the converted fairy tales and the reminiscence of nature to another place: a supermarket where products present themselves as the biggest possible vortex to nature. The creative process started in 2019, was to be premiered in May 2020 and had to be postponed to May 2021. The context of the pandemic hangs over the long ago chosen title of the work…

Today, as the crisis deepens economically and ecologically, as humanity moves forward in denial of the harmful effects of digitalisation on the environment, and the place of the stage is largely in danger, the reality of theatre is put into question. The hierarchies of the stage, the fight about the “better” or “bigger” stage become obsolete when there are only empty theatres; Where are the questions about the audience numbers, who has a bigger platform, and where the hell is the Theatre Meeting? The piece transits between over-consumption and the global initiatives and reactions born on the internet, fed by a threatening horror vacui, the fear of nothingness, and cookbooks during lockdown. Individualism is in crisis but without searching to copy nature to find new collectivisms, a new way that fails because solidarity as such hasn’t established and predatory forms without a clear goal or pray prevail.

STAGES OF CRISIS will be premiered online as an exclusive live performance.

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THE DYING SWANS PROJECT

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©  Jeanette Bak Photography

In March 2021, Constanza Macras participated in ”The Dying Swans Project” initialised by Eric Gauthier and the Gauthier Dance Company in Stuttgart. She choreographed a solo for Sidney Elizabeth Turtschi, who is part of the company at Theaterhaus Stuttgart. The musical score has been newly composed for the performance by Berlin based musician and long-term collaborator Robert Lippok.

Watch the video here.

The Dying Swans Project spotlights famous international choreographers as well as representatives of the Stuttgart independent scene. It consists of 16 solos for each company member of Gauthier Dance, which will be available as video clips free of charge on 3sat-Mediathek and the social media channels of Theaterhaus Stuttgart and Gauthier Dance.

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WATCH THE GHOSTS

From now on, it’s possible to watch The Ghosts, played in 2017 at Hellerau in Dresden.

In “The Ghosts”, Constanza Macras worked with Chinese acrobats and circus performers. It looks like these artists, who once won fame and fortune for their country with their bodily discipline, have been forgotten and “decommissioned” by Chinese society, even though many of them are still quite young. They recall the “hungry ghosts” – according to Chinese popular mythology, lost souls who have been forgotten by their descendants and lead a miserable existence in an intermediate world. For Macras these artists’ materially precarious, ghostly condition is a metaphor for life in contemporary China, with its contradictions, social injustice and power structures.

When possible, we kindly ask you to support us and send a donation via Paypal to office@dorkypark.org

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Interview of Constanza Macras in tip Berlin

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Was bedeutet die Pandemie für Künstler*innen im globalen Süden und für Menschen, die nicht zur europäischen Mittelschicht gehören? Braucht die Welt jetzt ausgerechnet Theater? Antworten der argentinischen, in Berlin lebenden Choreografin Constanza Macras.

Interview: Peter Laudenbach

Frau Macras, zum Einstieg eine Frage, die man derzeit eigentlich nicht mehr hören kann: Wie geht’s?
Constanza Macras: Ziemlich gut. Die Tatsache, dass wir nicht alle geplanten Produktionen realisieren konnten, hat ironischerweise dazu geführt, dass wir die Lücke in unserer Finanzierung ohne Defizit ausgleichen konnten. Aber dank der IBB konnten wir einen Teil der Probegagen zahlen. Wir haben „The West“ an der Volksbühne und „Hyperreal“ am Düsseldorfer Schauspielhaus uraufgeführt. Auf der persönlichen Ebene: Meine Familie hat den Lockdown gut überstanden, das Homeschooling war kein Drama, aber das ist vor allem der Verdienst meines Sohnes. Meine Compagnie und ich freuen uns auf die nächste Spielzeit in der Volksbühne und den Beginn von René Polleschs Intendanz.

Sie und Ihre Compagnie „Dorky Park“ arbeiten mit vielen internationalen Partnern, zum Beispiel in Südafrika oder in Argentinien. Können Sie beschreiben, welche Folgen die Pandemie für Künstler*innen in ärmeren Ländern des globalen Südens hat?
Die Pandemie ist verheerend für die kulturellen Szenen, die nicht wie in Deutschland mit staatlichen Hilfen unterstützt werden. Die Menschen machen irgendwie weiter und sind einfallsreich. Aber in Südafrika und Argentinien ist die Situation der Künstler sehr
schwierig. Die Theater in Buenos Aires öffnen wieder mit begrenzten Plätzen, das bringt etwas Hoffnung. Aber die gesamte Wirtschaft erlebt eine Rezession, die Folgen werden für eine lange Zeit zu spüren sein.

Haben Sie Möglichkeiten, befreundeten Künstlern in diesen Ländern zu helfen?
Das haben Mitglieder der Compagnie und ich selbst zu Beginn des ersten Lockdowns privat getan . Später konnte ich mit südafrikanischen Künstlern, mit denen wir schon länger zusammenarbeiten, ein Stipendienprogramm realisieren, das von der Kulturstiftung des Bundes mitfinanziert wird: Die Künstler arbeiten dazu, wie die Pandemie unser Lebe verändert, über häusliche Gewalt oder Beerdigungen auf Zoom.

Sie und Ihre Compagnie arbeiten frei und ohne den Schutz einer Festanstellung am Staatstheater. Wovon leben Sie und Ihre Tänzer*innen nach über einem Jahr der Pandemie?
Ich kann nicht genug betonen, wie wichtig es ist, als Compagnie, die seit Jahren im Kern mit denselben Leuten arbeitet und ein Repertoire an Stücken hat, den Künstler*innen ein Minimum an Würde und Sicherheit zu bieten. Bei Dorky Park sind 4 Tänzer*innen unter Vertrag, aber das ist nicht einmal die Hälfte unseres Casts. Zu Beginn des ersten Lockdowns wollten wir mit einer Produktion beginnen. Um die Proben nicht ausfallen zu lassen, haben wir einige Wochen auf Zoom geprobt, so dass die freien Mitarbeiter einen Teil ihrer Gage bekamen. Aber so können wir keine ganze Inszenierung machen, wir mussten die Arbeit abbrechen. Im zweiten Lockdown mussten wir die Produktion erneut verschieben. Mit einem anderen Projekt konnten wir im Sommer Freelancern Arbeit geben, die mit der Compagnie und Lisi Estaras in der Inszenierung „Bibliomaniacs“ arbeiten. Im November haben wir für eine
Aufführung geprobt, die wir verschieben mussten, aber wir konnten die Künstler*innen für die Proben bezahlen. Es war sehr lückenhaft, aber wir haben es geschafft, Honorare zu zahlen. Die Freiberufler der Compagnie arbeiten auch in anderen Jobs, sie kommen irgendwie über de Runden, aber es ist schwierig.

Wie geht es für Ihre Compagnie weiter?
Wir werden in ein paar Wochen unsere Proben beginnen und ich hoffe, dass wir danach in einen Rhythmus kommen, der stabiler ist. Wir holen im April zwei ausgefallene Shows von The West nach und in der zweiten Hälfte haben wir eine Premiere an der Volksbühne .Ich werde auch die Arbeit jüngerer Künstler in unseren neuen Studio in der „Fahrbereitschaft“ präsentieren und produzieren .

Sie haben in Ihren Stücken öfter den Kollaps der gesellschaftlichen Ordnung, das Wegbrechen aller Sicherheiten, die Implosion der Mittelschicht gezeigt. Sie selbst haben in ihrer Jugend in Argentinien die Wirtschaftskrise der 1990er Jahre erlebt, in der große Teile der Mittelschicht verarmt sind. Kommt es ihnen sehr bekannt vor, was wir gerade erleben? ​
In Deutschland gab es im vergangenen Jahr staatliche Hilfsleistungen in einer Weise, die in vielen Ländern unvorstellbar ist. Ein Freund aus New York schickt mir oft Videos von Straßen, in denen jeder einzelne Laden zu vermieten ist, sie sind alle bankrott. Ich habe das gleiche Bild in Buenos Aires gesehen. Im ersten Lockdown hat mich ein Roma-Tänzer unserer Produktion „Open for Everything“ kontaktiert. Wir hätten in New York spielen sollen, aber es wurde verschoben. Er kam, um in einer deutschen Fabrik zu arbeiten, es gab ein Missverständnis, er wurde gekündigt und bekam nicht mal Geld für den Zug nach Hause. Für mich hat der globale Lockdown gezeigt, dass Mittelklasse zu sein bedeutet, zuhause sein zu können. Die Fabriken arbeiten immer weiter, die Armen konnten nie einfach zu Hause bleiben. Der Lockdown selbst ist der Marker der tiefen Ungleichheit. Ich fühle sehr mit den unabhängigen, kleinen Geschäften, die kollabieren. Es trifft viele Menschen, auch hier. Wir erleben eine schöpferische Zerstörung, wir sind am Anfang eines neuen Zyklus. Wir müssen wachsam sein, um die Reste der sozialen Sicherungssysteme nicht zu verlieren.

Sie haben im Februar, mitten in der Pandemie, ein Stück in Chile inszeniert. Wie geht das?
Wir haben eine Einladung zum internationalen Theaterfestival Santiago a Mil bekommen. Es war schwierig und fantastisch. Wir haben die Proben in den ersten drei Wochen auf Zoom begonnen, das hat trotz meiner Befürchtungen erstaunlich gut funktioniert. Die Show
heißt „Album/ The Pose“ und beschäftigt sich mit Selfies und analogen Bildern der Darsteller. Ihre Geschichten und das Vertrauen, das sie uns gegeben haben, waren sehr bewegend . Danach ging es nach Chile. Wir haben mit allen Tänzer*innen geprobt, mit Masken und
Lüftung alle 2 Stunden.
Wir hatten alle PCR-Tests, aber weil es einen positiven Fall in unserem Flugzeug gab, mussten wir in Quarantäne. Am Ende hatten wir technische Endproben auf Zoom und versuchten, die Tonqualität durch die Computerlautsprecher zu erraten. Die Aufführung fand
dann draußen statt, da das Publikum noch nicht in den Theaterraum durfte. Nach der letzten Show haben wir gefeiert, als Tränengas von den Protesten draußen in die Party wehte. Das Team war großartig, sie haben das Unmögliche möglich gemacht. Es war ein politischer Akt des Festivals, die Aufführung nicht als Livestream zu zeigen, sondern Theater zu machen trotz aller Hindernisse.

Uncharmante Frage: Braucht die Welt gerade unbedingt Theater?
Ja, absolut. Theater hat eine soziale und politische Funktion. Es ist eine alte Disziplin, es überlebt Pandemien und Kriege. Ich denke oft an die Festivals auf dem Balkan, ich hatte das Glück, zweimal dabei zu sein, Mess Sarajevo und Bitef in Belgrad. Man spürte, die Bedeutung, die sie für die Menschen in der Region und für die Gesellschaft hatten – ein ungeheuer leidenschaftliches und bewegendes Publikum.

Glauben Sie, dass die Pandemie-Jahre das Theater verändern?
Der Inhalt wird sich ändern, vielleicht bekommt es auch einen mystischeren Charakter, wenn das Theater den Raum der Performance mit dem Publikum und der Öffentlichkeit teilen kann. In letzter Zeit stelle ich mir das Theater als eine heimliche Praxis in einer dystopischen Welt vor. Was ich wirklich hoffe, ist, dass die Kunst des Theaters nicht digital wird. Das wäre ihr Tod.

Fehlt eine Frage? Welche?
Wir haben in den letzten Jahren gekämpft, um Tänzer*innen der Compagnie eine Anstellung zu verschaffen. Das ist eine Frage des Respekts und der Würde. Jetzt macht das mehr Sinn denn je. Ich bin froh, dass es Pläne für ein Tanzhaus gibt. Aber es gibt so viele Tänzer in Berlin, die Tag für Tag leben, ohne eine wirkliche Anerkennung ihrer Arbeit: So wenig Anerkennung, dass sie keine Anstellung wert sind, wie Künstler*innen jeder anderen Disziplin in der darstellenden Kunst, und bei weitem die am schlechtesten bezahlten. Das ist untragbar. W enn du immer und immer wieder gesagt bekommst, dass deine Arbeit nicht existiert und dass sie nichts wert ist, dann verschwindet sie irgendwann vielleicht wirklich.

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La Nacion interviews Constanza Macras

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After an absence of 4 years, Constanza gives an interview to the main national newspaper La Nacion in Buenos Aires and talks about her creation at the international festival Santiago, about performing arts in times of crisis and public aid to support culture in Germany.

To read here.

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BACK TO THE PRESENT IS ONLINE!

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Watch again the stage version of Back to the Present (2006) at the Schaubühne Berlin after the success of the site-specific in the old department store, Kaufhaus Jahndorf in Berlin Mitte!

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WATCH MEGALOPOLIS IN STREAMING – SCHAUBÜHNE ONLINE

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© Thomas Aurin

Megalopolis
by Constanza Macras | DorkyPark

27th January 2021, 18:00
28th January 2021, 18:00
29th January 2021, 18:00
30th January 2021, 18:00

Watch the streaming of Megalopolis on the Schaubühne website.

MEGALOPOLIS is not a specific, but a metaphorical place. The scene is the city under the impact of globalism. The city is characterized by the illegibility of today’s megacities, born into chaos. Its features are unbridled growth, decay and endless disbandment. The city’s density and tightness dissolve the borderline between the private and the public sphere- it almost disappears. At the same time, this boundlessness forces us to perceive the city as a collage which consists of countless biographical scraps. The fight of two street vendors for the best spot is an existential confrontation today – but will be forgotten tomorrow. Megacities are a paradigm for spaces in which people live without knowing each other. The ever present surveillance system not only constantly creates supervised beings; it also produces a new form of self-perception. Thus, a person’s body transforms into an expressive device that creates as well as destroys systems and rules. Which correlations are still valid here? Will the urban development follow principles unknown to us? Is the discernable decay of social relations a cause or an effect of our cities‘ apparent deterioration? MEGALOPOLIS is a promise and a curse. MEGALOPOLIS is a beaming city. MEGALOPOLIS is an uncontrollable construct, constantly in motion.

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ALBUM/THE POSE – SOUTH AMERICA PREMIERE

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by Constanza Macras | DorkyPark

@ El Centro Cultural Gabriela Mistral (GAM), Santiago, Chile

Premiere 20th January, 17:00
21st January, 17:00
22th January, 15:00 (Streaming)

For ticket info, click here.

In the past two months, Constanza Macras has been working remotely and in person with Chilean performers for a complete new version of her shows ALBUM / THE POSE. The show is being produced and having its world premiere as part of the Festival Santiago a Mil 2021. Together with the cast from Santiago and DorkyPark dancer Miki Shoji, she has worked on the performers’ personal history and material, creating a new and unique version of Album/The Pose while continuing to work on the themes of photography, memory and architecture in the unique atmosphere of the GAM in Santiago.

Constanza Macras divides this show into three parts, contrasting both dimensions and through her renowned interdisciplinary work that mixes dance, music and text and video montages. The first is about self-representation in the digital era; an abstract composition of images and GIFs follows, something very much influenced by artists such as Jeff Wall and Gregory Crewdson. The last part involves the composition of an analog image and as much complex narrative as can be transmitted by a single photo.

Santiago a Mil is a 3-week festival that welcomes all approaches and cultures. It’s an invitation to take part in unique events, share unforgettable experiences and to start conversations based on multiple artistic form.

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